Umwelt
Ohne eine intakte Umwelt gibt es keine Zukunft
Wir brauchen eine intakte Umwelt zum überleben. Vernichten wir aufgrund kurzfristiger finanzieller Anreize die Natur, zerstören wir unsere eigene Lebensgrundlage.
Energiewende jetzt!
Es ist nichts Neues, dass Atomkraftwerke nicht sicher sind. Dieses Jahr wurde uns dies noch einmal durch den 20. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe am 26. April in Erinnerung gerufen. Tschernobyl ist ein Synonym für die Gefahren der Atomkraft und das bekannteste Beispiel für ein Reaktorunglück, aber bei weitem nicht das einzige. Immer wieder kommt es zu schweren Zwischenfällen. Oft werden sie von den Energiekonzernen runtergespielt und erreichen nur schwer die öffentliche Aufmerksamkeit. Auch Deutschland ist vor Unglücken nicht sicher, so wäre es zum Beispiel in Greifswald vor einigen Jahren beinahe zur Kernschmelze gekommen.
Nicht nur die Herstellung birgt enorme Risiken, die Entsorgung von radioaktivem Müll ist mindestens genauso problematisch. Der Müll bleibt Jahrtausende radioaktiv und kann so noch unseren Nachkommen schaden. Es gibt keine sichere Lagerstätte, die langfristig verhindert dass das Grundwasser verseucht oder radioaktive Bestandteile nach außen dringen können. Das „Zwischenlager“ in Ahaus ist erst recht nicht sicher und stellt eine Gefahr für die dort ansässige Bevölkerung dar.
Alle Ökonomen, die immer verkünden, wie billig Atomkraft sei, können nicht richtig rechnen. Ein guter Volkswirt muss auch „externe“ Kosten mit berücksichtigen. So entstehen hohen Entsorgungskosten. Über unzählige Generationen fallen exorbitante Lagerkosten für den radioaktiven Müll an, die man mit in Betracht ziehen muss. Atomstrom ist also keineswegs billig, sondern extrem teuer. Wenn man dann noch die Kosten für ein Atomunglück mit einbeziehen würde, dann wäre Atomkraft mit Abstand die teuerste Art Energie zu gewinnen.
Fossile Brennstoffe, wie Öl und Kohle, sind keine gute Alternative. Nicht nur dass bei ihrer Verbrennung Kohlendioxid entsteht, welches zur Erderwärmung erheblich beiträgt, sie sind vor allem endlich. Irgendwann sind die Öl-, Gas- und Kohlevorkommen aufgebraucht. Bis zu diesem Zeitpunkt brauchen wir sichere Alternativen, sonst kommt es zum Kollaps unserer Zivilisation. Ohne Strom sitzen wir im Dunkeln. Wenn Atomkraft und fossile Brennstoffe ungeeignet sind für eine sichere und langfristige Energieerzeugung, was bringt uns dann die Erleuchtung?
Die Antwort sind nachhaltigen Energien! Energie aus Sonne, Wind, Geothermie, Biogas, Wasserkraft etc ist Energie, die uns keinen großen Gefahren aussetzt und auch kommenden Generationen zur Verfügung stehen wird. Es dürfen nicht nur kurzfristige ökonomische Ziele in Betracht gezogen werden. Es muss langfristig an das Wohl aller gedacht werden.
Lasst das Klima nicht untergehen!
Jahrzehnte lang hat der Mensch durch Abgase die Atmosphäre beeinträchtigt. Die ersten Folgen sind schon jetzt spürbar. Das Klima wird sich ändern. Dies ist unvermeidlich. Wir können den Schaden allerdings noch begrenzen. Deshalb dürfen wir es nicht zulassen, dass große Konzerne weiter ihren Dreck in die Luft blasen. Momentan bekommen Firmen ein Kontingent an Emissionsrechten zugeteilt. Diese müssen sie nicht kaufen. Erst wenn Sie den ihnen durch die Emissionsrechte erlaubten Kohlendioxidausstoß überschritten haben, müssen sie eine Gebühr entrichten. Nichtgenutzte Emissionsrechte können sie sogar an andere Firmen weiter verkaufen. Wir wollen, dass die Firmen schon für die erste Tonne ausgestoßenes Kohlendioxid zahlen müssen. Nur so wird verhindert, dass weitere Dreckschleudern gebaut werden. So plant zum Beispiel ein großer Stromkonzern den Bau eines Braunkohlekraftwerks im Ruhrgebiet. Dank gratis vergebener Zertifikate eine lohnenswerte Investition, obwohl Braunkohle Klimakiller Nummer Eins ist.
Umweltverschmutzung darf nicht rentabel sein. Deshalb ist es sinnvoll, dass schon für die erste Tonne Kohlendioxid gezahlt werden muss. Emissionsrechte dürfen nicht mehr kostenfrei vergeben werden, sondern sollten an die Unternehmen versteigert werden.
Gentechnik, nein danke
Man lobt die Möglichkeiten der Gentechnik als revolutionär. Der Risiken ist man sich meist nicht bewusst. Die Gentechniker wissen oft selbst nicht, was für ein Ergebnis sie bekommen.
Unerwünschte Nebeneffekte sind möglich. Sollte sich zum Beispiel ein Nuss-Gen in gentechnisch veränderten Tomaten finden, könnte bei einem gegen Nüsse allergischen Konsumenten eine allergische Reaktion ausgelöst werden.
Das Münsterland ist bis jetzt die einzige Region in NRW in der gentechnisch manipulierte Pflanzen auf den Feldern stehen. In diesem Fall ist es Mais.
Einmal auf unsere Felder gebracht, lässt sich dies nicht mehr umkehren. Pollen sind Ackergrenzen egal. Sie fliegen über sie hinweg, auf die Blüten von unmanipulierten Pflanzen und kreuzt sich mit ihnen. Der Bauer mit den unmanipulierten Pflanzen wird geschädigt und kann seine Ernte vernichten.
In einem gar nicht so unwahrscheinlichen Szenario haben sich die gentechnisch manipulierten Pflanzen soweit mit anderen Pflanzen gekreuzt, dass es keine unmanipulierten Pflanzen dieser Art mehr gibt.
Deshalb fordern wir, keine gentechnisch manipulierten Pflanzen auf freien Feldern anzupflanzen. Bei Schädigung eines Landwirts muss der Verursacher haften, nicht wie schon geschehen auch noch Gebühren an den Gentechnik-Konzern zahlen. Für den Verbraucher muss erkenntlich sein, ob seine Konsumgüter gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe enthalten. Dies gilt auch für Zwischenprodukte wie Futtermittel für Milchkühe.
Angriff auf die Natur in NRW
Die schwarz-gelbe Landesregierung zeigt mit ihrem Entwurf des Landschaftsgesetz was sie unter Umweltschutz versteht: Nicht viel.
Die in der Vergangenheit erzielten Fortschritte für eine intakte Landschaft in NRW werden damit zunichte gemacht. Teilweise nimmt die Landesregierung sogar Verstöße gegen höherrangige Rechtsvorschriften wie das EU- und Bundesrecht in Kauf.
Der Schutz seltener Arten wird weiter eingeschränkt. So ist es zum Beispiel möglich Jagd auf den Kormoran zu machen. Die bisherige Verpflichtung zur Einrichtung eines Biotopverbundsystems auf mindestens 10 Prozent der Landesfläche wird aufgeweicht, ebenso die Eingriffsregelung, wonach nicht vermeidbare landschaftsbeeinträchtigende Eingriffe von Natur und Landschaft ausgeglichen werden müssen. Naturschutzverbände werden in ihrer Einflussmöglichkeit stark geschwächt. Neu ist auch die Einführung des Baurecht-Vorrangs. Das ist nur ein kleiner Teil der „Erneuerungen“. Die Landesregierung sieht eine intakte Kulturlandschaft als wirtschaftliches Hemmnis, wir sehen es als Chance für eine bessere Zukunft.
So darf nicht weitergemacht werden! Wir müssen den nachkommenden Generationen eine intakte Umwelt hinterlassen!